Sonntag, 28. Oktober 2012

Waaaas? Du geeeehst schon?

Liebe Lenauer!

Gestern fühlte sich das nicht mehr an wie Goldener Oktober. Eine Woche vorher hatten wir noch im Gras gelegen und uns ganz sommerlich gefühlt...und nun? Was war passiert? Hatte die Erde sich von der Sonne abgewandt?

Nun fühlt man den kommenden Winter. Nachts ist es um Null Grad kalt. In vielen Gegenden in Deutschland fiel der erste Schnee.

Auf dem Brunospaziergang gestern wirkte das alles wie im November.




Später wurde es etwas wärmer und freundlicher - oder war das alles nur, weil ich einen langen Spaziergang mit Hofhund Bruno  hinter mir hatte? Vorsorglich hatte ich schon die langen Strumpfhosen untergezogen, und man brauchte sie auch!

Zuerst besuchte ich Conny, 16 Jahre alt, und freute mich an ihrer Lebensfreude mit. Sie kam auch aus dem Stall heraus und lief, zusammen mit Fleckchen, 20 Jahre, mit zu den anderen, um Gras zu fressen. 








Hier grasen zum Teil Mütter und Kinder nebeneinander. Paul und Pauline sind Connies Kinder, Milli und Fläumchen sind Fleckchens Töchter.



Alma wollte auch gestreichelt werden. Ich schaute mir ihre Stelle an der linken Schulter genauer an, die vor einem Jahr so kahl und offen gewesen war, sogar in diesem Frühjahr und Sommer hatte es noch eine offene Stelle gegeben...

(Ogottogott! 300 Euro damals für den Tierdoktor und das Labor, aber er hatte auch nicht viel machen können. Er kennt sich nämlich mit Hunden und Katzen aus und Schafe, die älter als vier Jahre sind, kennt er schon überhaupt gar nicht wie übrigens niemand. Ihr wisst schon, warum.) 

Alles gut verheilt, schon etwas mit Fell überwachsen.
Unter der Haut fühlte es sich hart, verschorft und nicht soo normal an. Als ich begann, es zu massieren, da legte Alma den Kopf schief und genoss es, wie man sehen kann.


Lächelt sie nicht fast? Die Massage verbessert anscheinend die Durchblutung an der Stelle, und das scheint eine gute Wirkung zu haben. Nun mussten die anderen Schafe warten, weil ich ja nur zwei Hände habe und die waren jetzt mit dem Kneten von Almas früherer wunder Stelle beschäftigt. Da sie es sichtlich genoss, konnte es nicht verkehrt sein. 

Derweilen legte mir Herr Weiss den Kopf schräg auf die Schulter und blies mir seinen warmen Atem an die Wange. So macht er das immer, wenn man keine Hand für ihn frei hat. Pony stand ganz nah dabei und steckte seinen Kopf auch noch dazu, Petit Criu blieb dabei, aber etwas auf Abstand und wartete auf seinen Moment.
 


Daphne, geb.2001, Thilus, geb. 2002

Sehr erfreulich ist, dass es Daphne wieder so gut geht. Sie ist zutraulich, stellt sich dazu und genießt es, gekrault zu werden. Aufatmen bei mir. Das war lange Zeit anders und machte Frau Raupach und mir Sorge. Frau Raupach ist die Tierhomöopathin, die alle Tiere liebevoll und sehr sachkundig versorgt. Sie hatte beim letzten Mal Daphne ein Mittel gegeben. Von da an änderte Daphne ihr Verhalten und war nicht mehr so schüchtern und traurig. Auch ihre Beine tun ihr nicht mehr weh. Darüber freue ich mich sehr und Frau Raupach auch, wenn sie das liest.
Sie hatte Pauline für ihr tränendes Auge etwas gegeben. Ein paar Tage später war das Auge wieder gut.

Conny hatte auch etwas bekommen. Sie hat sich entschieden, weiterzumachen und beißt wieder mit großer Lust in ihr Knäckebrot. Alte Schafe ohne Zähne bekommen von uns Knäckebrot.

Ihr denkt sicher, was macht sie sich so viele Gedanken um so ein paar Schafe. Man kann nur so denken, wenn man einen riesengroßen Unterschied macht zwischen Streicheltier und so genanntem Nutztier. Diese Tiere sind aber genau so hoch entwickelt und facettenreich in ihrer Seele, in ihren Persönlichkeiten so unterschiedlich, dass man es, glaube ich, gewaltsam unterdrückt und nicht zulassen möchte, hier auch etwas Besonderes und Schützenswertes zu sehen.

Wenn es dieses Besondere aber gibt, ist es auch da, selbst, wenn ich es nicht sehen will.

Die LenauSchule hat mir durch ihre Schafhaltung seit Anfang der Achtziger Jahre  ermöglicht, diese Tiere besser kennen zu lernen. Dafür bin ich ihr sehr dankbar und versuche auch, der Schule dafür, dass sie so besonders war, etwas zurück zu geben. 

Ich glaube, wir tun den so genannten "Nutz"-Tieren großes Unrecht.

Wenn ich von einem Pferd oder Hund oder einer Katze erzählen würde, so, wie ich es hier tue, dann würde sicher niemand dabei etwas seltsam finden. Bei einem Schaf wohl aber schon. Ich glaube, es gibt hier eine Art Tabu, etwas, wo viele Menschen nicht darauf hingewiesen werden möchten.

Wir haben irgendwas nicht in Ordnung in unserem Verhältnis zu den tierischen Mitgeschöpfen und sollten viel mehr darüber nachdenken.

Welche Bilder habe ich noch?
Ach, ja: Fläumchen, Fleckchens Tochter von 2003



Sie hat Glück gehabt, dass man sie mit durchfüttert. Ihre Schwester Löckchen hatte dieses Glück nicht. Man kann nicht alle Tiere "retten". Es kostet viel Geld. Jedes dieser Schafe lebt hier in Pension. Sie werden sehr gut betreut.

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Es stimmt nicht, dass man einfach zwei Schafe nimmt, stellt sie auf eine Wiese und fertig. Das geht immer schief. Jedes Tier braucht Pflege, die Weide auch.

Das kostet hier 30 Euro pro Monat, also einen Euro pro Tag für ein Tier.

Möchte jemand Pate werden für ein Schaf?

Er könnte ein persönliches Verhältnis zu diesem Tier entwickeln, die schöne und heilsame Ausstrahlung  genießen und viel über diese wunderbaren Wesen lernen.

Man kann mir im Büro eine Mitteilung hinterlegen oder in der Schule anrufen und seine Telefonnummer geben, dann rufe ich zurück.

www.lenau.net

Oder der Schule für mich eine Nachricht schicken: info(at)lenau.net           


Er könnte dann auch zweimal im Jahr kostenlos ein Wochenende im Ferienhaus in Garz verbringen.....

Schrecklich, dass die Tierfreunde immer Geld von einem wollen, nicht wahr? Man muss ja nicht darauf reagieren, für mich ist es aber den Versuch wert.

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Das ist Fleckchen, die älteste Lenauerin. Sie ist seit 1993 da und stand bis 2007 auf dem kleinen Hof. 2007 gab es zwei Schulkinder, die sie versuchten zu reiten, daraufhin riss ihr das Knieband. Sie konnte das Bein nicht mehr aufsetzen. Doch in Jahren der Pflege wurde es wieder besser.

Wie überall: Schnell ist etwas zerstört - aber wie lange dauert es, etwas aufzubauen??? Jedenfalls hat sie sich wieder erholt und ist jetzt die Älteste, nachdem ihr Zwillingsbruder Willi im Mai im schönen Alter von zwanzig Jahren ruhig verstarb.

 

Hier haben wir auch noch einen guten alten Lenauer, Nello. Er ließ sich auf dem kleinen Hof von 2003 bis 2007 immer sehr gern von allen Kindern streicheln. Wenn man geht, ruft er mit seiner heiseren Stimme hinterher.... Er ist 2002 geboren, also jetzt zehn Jahre alt und freut sich über jeden Besuch.


 Wen haben wir noch? Einen Paul, der wunderbar chillen kann...
Ihm muss man das Meditieren nicht extra beibringen.


Paul ist am 1.3.2003 geboren, die Mutter ist Conny, der Vater Thilus. Er ist Paulines Zwillingsbruder. Er kam zuerst, dann Pauline. Conny gab beiden ihre Milch, sie hat immer alle beiden Kinder versorgt. Das macht nicht jede, z.B. nicht Alma. Alma gab immer nur einem Kind Milch, deshalb wurde sie dort, wo sie war, ausgebürgert und sollte, na, Ihr wisst schon. Dass Paul sich hier wohlfühlt, das kann man sehen. 



And here you see Paul and his friends: Vorne Paul, hinten rechts Milli, in der Mitte Pauline, hinten Daphne. Die bei Lenau Gebornenen haben alle noch ihre original langen Schwänze, wir haben nie die Schwänze abgeschnitten. Alle Schafe mit kurzen Schwänzen, so wie Daphne, sind zugewanderte Lenauer.

Daphne z.B. wurde zweimal nicht schwanger und schon ---- Na, Ihr wisst schon.. Und weil das so schlimm gewesen wäre, bekam sie hier ihr Asyl. Und welch ein schönes, frohes und dankbares Tier ist sie!!!



Waaaas? Du geeeehst schon? Och nöö! - Ich komm doch wieder, bis bald!

Ein, zwei heisere Rufe von Nello sind noch zu hören, dann komm ich am Stall vorbei, wo Conny so in der Tür liegt, dass sie in die Natur hinausschauen kann und erstaunt guckt - ach, Du bist noch da? Wir denken manchmal, dass Conny schon ein bisschen Alzheimer hat.... Jedenfalls hört sie nicht mehr gut.
Nochmal kurz Conny Tschüss sagen, sie von Fereba grüßen und - ins Auto, zurück nach Berlin!

Liebe Grüße
Minna 

Dienstag, 23. Oktober 2012

Goldener Oktober in Garz 20.10.2012

 Hallo, liebe Lenauer!

Am letzten Wochenende besuchte ich die Schafe. Man kann rufen:"Hallo, Lenauer!", dann kommen sie sofort angelaufen.

Es war ein wunderbarer Herbsttag. Zuerst war der Spaziergang mit Bruno angesagt, das geht gar nicht ohne.

 Danach war Bruno ganz glücklich und zufrieden.

 Sieht dieses Gebüsch nicht aus wie Bruno?
It's Bruno's land...

Herr Klingler lockte die beiden alten Damen Fleckchen und Conny zu einigen Bäumen mit gut schmeckenden Blättern. Sie genossen es sehr.


Vor der Schäferei waren Netze gespannt, ganz nah an der Straße. Doch das kümmerte die Schafe nicht. Sie fühlten sich sicher und hielten sich auch gern mal außerhalb der Weide auf:


 Links ist Alma, rechts Pony zu sehen.


 Daphne ist auch wieder guter Dinge.


 Die Schreie der Kraniche und Wildgänse, die sich auf ihre weite Reise machen, begleiteten uns den ganzen Tag. In der Prignitz kann man Tausende von ihnen sehen.


Man steht ein wenig beisammen: Ganz hinten Alma, Milli und Paul, in der Mitte rechts Petit Criu und links Herr Weiss. Vorne steht Pauline.

Paul findet es toll, dass mal was Anderes passiert als sonst.
 

Er steht oft mit seiner Zwillingsschwester Pauline zusammen.
 
 Pauline guckt sich die Menschen immer genau an. Sie blickt richtig hin.



Paul: War da nicht eben ein Geräusch hinter den Fenstern?



So nah ist die Straße (Oben bei den Bäumen). 

Später waren wir noch zusammen auf der Weide. Ich lag auf dem Boden - es war so warm und Petit Criu legte sich neben mich, Pauline ebenfalls.
Als dann Herr Weiss mir seinen heißen Atem ins Gesicht blies und Pony eifersüchtig wurde, stand ich auf. Wenn die aufeinander losgingen und ich lag ahnungslos daneben, das wollte ich nicht riskieren. Irgendeiner stört immer...

Es war so schön zu sehen, dass es auch Conny wieder recht gut geht. Aber wie wackelig sie ist...Doch sie setzt jeden Schritt mit Bedacht und schafft es auch immer wieder in den Stall hinein. Dort liegt sie dann und schaut hinaus.

Das war ein sehr versöhnlicher Herbsttag in Garz/Brandenburg bei den Lenauer Schäfchen. Sie grüßen Euch und schicken viele Grüße nach X-Berg!

Viele Grüße auch von
Christa Brenner-Nees

Samstag, 22. September 2012

Besuch bei unseren Schafen Samstag, 22.9.12

Hallo, liebe Lenauer!

Gestern war wieder Schafebesuchstag. Frau Raupach, unsere Tierhomöopathin, die die Lenauer Schafe schon seit mehr als zehn Jahren behandelt, war mit ihrem Sohn Oliver mitgekommen, um sich Conny anzusehen. 
Zuerst gingen wir mit Bruno spazieren. Am Totenpfuhl sprang er wieder ins Wasser und genoss es sehr, drinzuliegen und aus dem Teich zu trinken. Dann schüttelte er sich kräftig. Doch würde er bis zum Abend wieder trocken werden? Damit er im Haus schlafen kann? Ich glaube, die Hundeschwimmzeit geht so langsam vorüber....



Hier sieht man einen furchtlosen Sechsjährigen mitten unter den Lenauer Schafen: Alma schaut ins Foto, weiter hinten guckt Petit Criu zu.



Nichts entgeht ihr. Sie hat die totale Kontrolle über alles, was passiert: Alma. Wieder konnte man bemerken, dass sie Kinder lieber mag als Erwachsene. Sofort wandte sie sich Oliver zu und er nahm das Streichelangebot sehr gerne an. Im Hintergrund schaut Herr Weiss zu.
 

Conny freute sich über unseren Besuch. Sehr schwach und wackelig, kam sie später sogar noch heraus und fraß Knäckebrot, Pellets (Kraftfutter), Weidenblätter, Löwenzahn und Gras von der Wiese!!!

Herr und Frau Klingler hatten den Kaffeetisch vor dem Ferienhaus mit eingezäunt, so dass Conny und Fleckchen immer zu ihnen kommen können, wenn sie dort Kaffee trinken. Gestern war es dazu zu kalt und windig, aber an allen Tagen vorher saßen Klinglers dort und hielten Kaffeezeit mit den beiden alten Schafen. 

So freundlich und entgegenkommend werden die Alten gepflegt, mehrfach am Tag bekommt Conny Besuch und etwas zum Fressen angeboten - und Gesellschaft! DANKE!!!



Wie sehr Conny teil nimmt, sieht man an ihrem Blick. Öfter schaute sie mich sehr intensiv an. Wenn man nur mehr wüsste und nicht so in seinem Menschen-Alltags-Käfig gefangen wäre --- dann könnte ich vielleicht erspüren, was Conny ausdrücken möchte...




Sie bewegte ihre müden Glieder hinaus und zeigte sich dankbar für unsere Anteilnahme und Gesellschaft, die wir ihr anboten. Was ich letzten Sonntag mit ihr erlebte, war wohl eher eine Krise und noch nicht das Ende. Ich dachte damals, sie stirbt innerhalb der nächsten 24 Stunden...

So ist das mit dem Altern. Denken wir nicht viel zu wenig darüber nach? 

Conny ist völlig mit sich im Reinen. Sie leidet nicht, hat keine Schmerzen. Woran man das merkt? Schaut sie Euch einmal an! Wer starke Schmerzen hat, zieht sich zurück und reagiert nicht mehr auf Kontaktversuche, wird apathisch. Und das war Conny nun ganz und gar nicht.

Sie bekam ein homöopathisches Mittel und viele gute Wünsche mit auf den Weg.


Der Abschied von Conny später fiel mir schwer: Würde ich sie lebend wiedersehen? Ich glaube aber, schon, so vom Gefühl her.

Auch Daphne bekam ein homöopathisches Medikament für ihre Füße. Sie hat Schwierigkeiten mit dem Laufen und wirkt nicht mehr so fröhlich und stark wie sonst. Paulines Auge tränte, auch sie bekam etwas dafür, damit es besser wird.


Daphne, würdest Du es mögen, wenn Du Deine Glocke wieder hättest? Wir glauben, dass  Dir das Die-Glocke-Tragen sehr gefallen hat.
 
 Wir besuchten auch die andere Herde. Als wir zu den Lenauern gingen, machten sie, obwohl sie einen halben Kilometer weiter entfernt standen, einen ungeheuren Rabatz. Wir wollte uns auch Maske-Marie und Bonsai anschauen und ein kleines Schäfchen, das von Anfang an sehr krank war, das sich aber wieder gut erholt hat, na und die Anderen natürlich auch....




 Familie mit Schaf


 
Hier hat Oliver Fleckchen den Ausgang verbaut.
"Ich mach es gleich wieder weg," sagt er, "wenn Conny wieder rein will."
Fleckchen kann es noch nicht fassen.... 

Hier sind wir wieder auf der Lenauer Weide, hinten sieht man Pony, links Daphne und rechts Oliver und Alma.



Ist das nicht auch ein schönes Bild? Damit will ich mich für heute verabschieden und nehme mir vor, mit dem nächsten Bericht von der Herde nicht sooo lange zu warten..  ; )

Herzliche Grüße an alle kleinen und großen Lenauer von der Weide in Garz und von diesem Blog aus!

Eure Christa Brenner-Nees

Dienstag, 28. August 2012

What enhances hand, enhances mind, too.

Der Wahlpflichtunterricht war heute sehr schön. Wir filzten weiter Bälle zum Jonglieren und begannen, die Säckchen zu nähen. Die vier Mädchen aus der Fünften hatten noch nie in ihrem Leben eine Nähnadel in der Hand gehabt, wobei die Herren im Kurs geschickt mit ihren Nadeln und dem Stoff hantierten. Übung ist eben alles.

  Schöne Dinge mit Atmosphäre aus der Wollwerkstatt.

  
Wenn man etwas zum zweiten Mal macht, geht es schon sehr gut.
  
Hier nähen zwei Herren sehr geschickt. Der dritte, Tobi,  hält ihnen ein schönes Gespräch. Auch das gehört zum Handwerk und zur Handarbeit dazu. 
Am Ende des Tages, nachdem sich die schöne Stimmung so richtig in meiner Seele ausgebreitet hatte (Ich DARF das mal so sagen, bitte!), dachte ich daran, außen an die Tür der Werkstatt zu schreiben, dass man bitte NIE vergessen solle, dass das griechische Wort für Schule, SKOLÉ, damals gleichzeitig auch das Wort für "Muße" war. Niemals vergessen, bitte!
Wahrscheinlich ging das damals so gut, weil in der Zeit, wo die Herren müßig gingen, die Frauen und die Sklaven die Arbeiten verrichteten und so am Ende des Tages doch ein schönes Essen auf dem Tisch stand etc. etc.....
Bastian kann jetzt sogar schon die Knoten am Ende des Fadens machen, so dass der Faden am Stoff festhält. Toll!
Auch Peter macht das alles schon sehr geschickt und selbstständig. Er braucht praktisch keine Hilfe mehr.

 Pablo bearbeitet versunken seinen Ball.


Die Bälle von heute und die angefangenen Aufbewahrungssäckchen.
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Samstag, 4. August 2012

Unsere dritte Schafesause am 31.7.2012

Am 31.7. waren wir zum dritten Mal in Garz bei den Schafen. Cherii hat immer wieder nachgefragt. Marie hatte ich noch für einmal freigehalten, sie war aber verhindert. Ein anderes Mädchen konnte auch nicht, und so fuhr Cherrii, entschlossen, wie sie war, mit mir alleine nach Garz.
Ich habe sie dafür bewundert, so alleine mit der Lehrerin, ohne  Freundin dabei.
Doch sie sagte: "Egal, ich will zu den Schafen und dann mach ich's auch!"
Wir trafen uns um 9 Uhr an der LenauSchule. Das Wetter war etwas unbeständig gewesen und es war nicht klar gewesen, ob wir überhaupt würden fahren können. Wenn es andauernd regnet, wenn die Felle der Schafe nass sind und sie streifen an Deiner Hose entlang, dann ist Deine Hose patschnass und dann hast Du keine Freude mehr...Mit den Schuhen ist es das Gleiche, wenn die Weide sehr nass ist.
Doch es ging. Es war bewölkt -aber was für schöööne Wolken!!! Und blieb trocken. Als wir von der Autobahn kamen, war da am Himmel ein...ein...echt, ein SCHAF! Aber SO schön! Ein Wolkenschaf. Bis ich das Auto geparkt hatte, hatte sich das Wolkenschaf schon verflüchtigt und war etwas Anderes geworden. Schade. Mit dem Wolkenschaffotografieren hatten wir also kein Glück.


Auf dem Bild vom Brunospaziergang zum Totenpfuhl kann man noch diese schönen Wolken sehen. Brunospaziergang MUSS sein. Kommen und NICHT gehen, geht gar nicht, jedenfalls in Brunos Augen. Und da wir uns ja als Tierfreunde sehen, wollen wir auf unsere Freunde ja auch ein wenig hören, nicht wahr...?
Am Wegrand - ein altes Wort dafür ist der Rain - standen Schafgarbe und Rainfarn. Mit diesen Pflanzen kann man sehr schön Wolle färben. Aber wenn Bruno da vorne an der leine Dampf macht, kannst Du nicht gleichzeitig in Ruhe Rainfarn oder Schafgarbe abpflücken.
Ich zeigte Cherrii auch den Mohn, die Kornblume, die Kamille, die Margerite, den Roggen und die Schmetterlinge Kohlweißling und Kleiner Fuchs.

Kleiner Fuchs

Das ist ein Kleiner Fuchs.

kleiner Perlmutterfalter
Das ist ein Kleiner Perlmutterfalter.
Das Adjektiv "klein" wird groß geschrieben, weil....ja, weil es ein Eigenname ist.

Nun aber zu den Schafen! Wir machten unseren Weg zuerst zur Mutterherde und hatten dort mit Bonsai eine ganz treue Begleiterin! Wie sie sich freut! Wenn alles Brot aufgefressen ist, springen die anderen Schafe schnell wieder weg, aber Bonsai bleibt, immer! Die Kinder kennen ihr Schnaufen und Brummen beim Atmen. Bonsai ist wie ein Hund, wie ein Schatten, sie geht einem nicht mehr von der Seite weg.
Wir hatten einen Eimer mit verschließbarem Deckel dabei. Da ist das Brot drin. So kann man es vor den gefräßigen Schafen etwas bewahren.Und man kann darauf sitzen, das ist sehr praktisch.



 Man kommt sich schon etwas näher...
 


Frau Klingler kam noch hinzu, wir saßen im Gras und redeten ein bisschen und Cherrii ging zu den anderen Schafen unter die Bäume. Später erzählte sie, sie wollte immer zu ihnen hingehen, aber sie sind immer weggelaufen.
Ich erklärte ihr, dass man bei Schafen immer sprechen muss, wenn man sich ihnen nähert. So lernen sie die Stimme kennen und merken an der Stimme, dass man nichts Böses "im Schilde führt" und dass sie nicht wegrennen müssen.
Ich sag also immer mit ganz Vertrauen erweckender Stimme: "Hallo, Schaf xxx, Du musst keine Angst haben, ich komme jetzt mal ein bisschen näher...usw."
Das muss man wissen.

Nun wollten wir zu den Lenauern und wir gingen über die Wiese. Bonsai, ganz froh über die schöne Abwechslung unseres Besuchs, wanderte mit uns bis - ja bis zum Zaun, der die beiden Herden trennt. Dazwischen ist noch eine riesige Wiese.


Und das hier will Bonsai nun überhaupt nicht....



"Hey, nehmt mich mit oder bleibt doch wenigstens hier. Es war doch so schön! Ich will noch weiter mit Euch.....ruftruftruft  sie."

Wir drei aber zu den Lenauer Schafen.
Die Idee, einzelne Kinder zu den Schafen mitzunehmen, kam mir aus zwei Gründen. Wenn man mit einer ganzen Klasse fährt, ist alles immer ein wenig hektisch und zeitlich recht begrenzt. Es gibt eben in jeder Klasse die lauten, aktiven Kinder und die etwas Ruhigeren, Besinnlicheren. Und diese Kinder, die passen besonders gut zu Schafen. Sie werden von den Schafen auch besonders gemocht. Da kann etwas entstehen, das braucht aber ein wenig Ruhe.

Der zweite Grund ist, dass Alma letztes Jahr krank war. Sie hielt sich auch dieses Jahr immer im Hintergrund, wenn ich kam, dann kamen alle Schafe zu mir und ich habe doch nur zwei Hände zum Streicheln. Alma aber ist etwas Besonderes. Entweder man streichelt nur sie oder eben gar nicht.
Da ich aber weiß, wie gerne sie das hat und auch weiß, wie gerne besonders Alma mit Kindern zu tun hat, viel lieber als mit uns Erwachsenen - das hat sie mir erzählt -, das sieht man auch, dachte ich mir, man müsste mal mit Kindern - Almafreunden- fahren, dann hat Alma ihre Freude, die Kinder auch und ich habe Hände frei für die anderen Schafe.
So war es auch.

Erster Kontakt:Hmmh, das tut gut!



Oha, jetzt ist Pony dazugekommen...
 
 

Nach einer Weile lässt Alma sich hinplumpsen und dann lässt sie sich 
verwöhnen. BITTE NICHT STÖREN! 


Auch Frau Klingler nimmt sich ein paar Schafe zum Streicheln vor und ich fotografiere....

Vorne links ist Daphne, rechts Herr Weiss. Er ist eine kolossale Schmusebacke. Wenn er gestreichelt wird, lächelt er. Ihr glaubt es nicht? Es stimmt!

Nello gings wohl nicht so gut an dem Tag. Heute, am 4.8., habe ich angerufen und nach ihm gefragt. Herr Klingler sagt, er bewegt sich normal, steht auf und läuft herum, frisst auch gut. Prima! Gut zu wissen.


Immer stand hinten Bonsai und schrie, schrie, man konnte sich gar nicht konzentrieren. Cherrii und Alma gingen sehr einträchtig weg, zu den Bäumen. Dort saßen sie schön gemütlich zusammen, Alma hatte sich wieder hingelegt, Cherrii saß auf einem waagrechten Baumstamm, und sie erzählten sich wohl was.

Da dachte ich, ich kann nochmal zu Bonsai gehen und sie trösten, ging hin und dann schrie Cherrii los: Ein großer Weißer war auf dem Weg hin zu den beiden. "Thilus kommt! Hilfeeee! Thilus kommt!"  Ich so schnell hin wie es ging, aber es war Herr Weiss gewesen, der wollte auch gemocht werden. Herr Weiss ist so oberharmlos, aber er sieht eben Thilus sehr ähnlich...

Thilus ist nicht gefährlich, aber er hat so Ansichten, was er mag und was nicht und er ist ja auch der Chef der Herde. Also ein Schaf mit großem Selbstbewusststein. Die Kinder haben Respekt vor ihm.

Ja, da hatte ich die schöne Situation zerstört. Cherrii nahm es mir nicht übel. Das war nett.
Dann war es auch schon Zeit zu gehen. Wir sagten Tschüss, stiegen ins Auto und brausten los. Aber im Linumer Bruch in der Raststätte, da ist ein McDonald's und da KANN man nicht einfach vorbeifahren.....Ich nahm meinen Veggiburger wie immer und was zu trinken, Cherrii suchte sich auch was aus und wir fühlten uns wohl.


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In Garz hörten wir Störche mit den Schnäbeln klappern. deshalb sagte man früher auch "Klapperstorch" dazu.

Jetzt eine Frage: Wer kann das beantworten? Linum ist ein Ort in der Nähe der Autobahn, dort gibt es besonders viele Störche. Die Raststätte heißt "Linumer Bruch". Was ist ein Bruch?  Bruch ist ein altes Wort für  _ _ _ _ 
oder  _ _ _ _ _ .

Es heißt das Bruch, nicht der Bruch(brechen). Bruch wird auch mit langem u gesprochen, so BRUUUCH.

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